Filme auf dem Handy zu haben ist zurzeit vor allem unter den Jugendlichen ein ganz großes Thema. Überall im Internet
werden Filme zum Download angeboten, die dann wiederum untereinander per Bluetooth, USB-Kabel oder auch MMS
ausgetauscht werden.
Die Multimediadateien werden dabei in der Regel im .3gp Format verschickt. Das Besondere am .3gp Format ist, dass
jeweils zwei Video- und Audio-Codecs unterstützt werden, und zwar H.263, MPEG4-part 2, AAC-LC und AMR. Vergleichbar
dürfte .3gp mit mp4 sein, wobei mp4 AMR nicht unterstützt.
Natürlich kann das Format .3gp dann auch in andere Formate umgewandelt werden, dafür jedoch sind spezielle Programme
nötig wie zum Beispiel HDX4 oder FFmpeg. Um jedoch .3gp abspielen zu können, braucht es zusätzlich noch einen
bestimmten Player, wie zum Beispiel dem VLC media player.
Zum Download angebotene und als kostenlos angepriesene Handyvideos sollten übrigens vor Inanspruchnahme genauer
überprüft werden, oft fallen Gebühren an, die auf den ersten Blick nicht wirklich erkennbar sind, wie zum Beispiel
Transfergebühren, die der Anbieter plötzlich einfordert.
Damit Filme übrigens nicht kostenlos von Handy zu Handy weitergegeben werden können, werden die Geräte gebrandet. So
ist zum Beispiel bei Vodafone eine Verteilung von Videos und Musik per Bluetooth nicht möglich, allerdings kann man
Handys auch debranden.
Übrigens ist auf Grund der Verbreitung von Filmen, vor allem von solchen mit gewaltverherrlichenden und
pornographischen Inhalten, in Bayern die Mitnahme eines Handys in die Schule verboten worden. Doch nicht nur
bezüglich Kurzfilme scheint das Filmangebot für das Handy zu florieren - auch Spielfilme und Kunstfilme, für die es
mittlerweile richtige Awards gibt, werden speziell für Mobilfunkgeräte angeboten.